Zuerst möchten wir Sie darauf hinweisen, dass ein Bagatellschaden im Hinblick auf rechtliche Handhabe keinen Personenschaden zur Folge hat.

Des weiteren weißt die STVO aus, dass ein Bagatellunfall dann vorliegt, wenn geringfügige oder keine Ordnungswidrigkeit ausgesprochen wird.  

Ferner ist der Sachverhalt klar und es gibt keine Beseitigung vom Unfallort durch Abschleppen von verunfallten Fahrzeugen.

Im Bereich des Unfallschadens liegt ein Bagatellsschaden dann vor, wenn im Verhältnis zum Wert auf dem Markt ein Schaden keine nachhaltige oder verhältnismäßige Wertminderung im Vermögen des Eigentümers verursacht.

Bei Kraftfahrzeugen hat der Gesetzgeber eine Bagatellschadensgrenze festgelegt, diese liegt bei 750,00 €.

Liegt ein Bagatellschaden vor, muss der regulierungspflichtige Haftpflichtversicherer die Kosten für ein vom Geschädigten in Auftrag gegebenes Kfz-Gutachten nicht zwingend übernehmen.


Daher sollten Sie sich zuvor mit dem Versicherer oder einem freien Kraftfahrzeug-Sachverständigen in Verbindung setzen. 

Der Kostenvoranschlag einer Werkstatt beinhaltet ausschließlich die überschlägigen Reparaturkosten.

Durch die Werkstatt werden keinerlei Maßnahmen zur Beweissicherung durchgeführt.

                                   Daher Vorsicht!

 

Der Kostenvoranschlag einer Werkstatt hat keine Beweiskraft und daher auch keine Wertigkeit, wenn es zu einem juristischen Nachspiel kommt.
Die Bagatellgrenze von 750,00 € ist auch von der GDV (Versicherungsverband Deutscher Versicherer) immer wieder in der Diskussion.

 

Gleichwohl gibt es durch den Gesetzgeber für den Fahrzeugbesitzer noch die Möglichkeit eine sog. Opfergrenze in Anspruch nehmen, was zum Tragen kommt falls sich herausstellt, dass ein Fahrzeugschaden höher liegt als der sog. Wirt. Totalschaden. Im Bereich der Bagatellregelung ist dieser Punkt jedoch völlig Irrrelevant.